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Der Tod schmeckt süß  von Jochen Brockmann

 

Hedwig ist der Inbegriff einer bösen Schwiegermutter, die ihrem Schwiegersohn das Leben zur Hölle macht. Als er den Verdacht hegt, dass Hedwig ihn während eines Urlaubs auf Mallorca umbringen lassen will, muss er handeln.

Er schmiedet einen Plan, um sich ein für allemal von ihr zu befreien. Mit seinem Freund Klaus-Dieter, der von den tatsächlichen Mordgedanken nichts ahnt, geht er verschiedenen Tötungsvarianten auf den Grund. Hedwigs Vorliebe für Schokoladen-Brownies gibt den Ausschlag für einen Giftmord.

Minutiös plant er jedes Detail, doch als der Tag der Abrechnung kommt, erkennt er, dass er die Rechnung ohne den Joker gemacht. Der Joker hat auch einen Namen: Ilse, seine liebende Ehefrau.

Schokolade! Das ist Genuss und Gefahr, Verführung und Verdammnis, Lust und Laster, Glücksspender und Suchtmittel. Genau wie gute Krimis!

Lässt Schokolade unseren Blutzuckerspiegel steigen, so kitzeln Krimis unsere Nerven, wenn Sie uns in die finstere Welt des Verbrechens, in die Abgründe menschlicher Seelen führen. All diejenigen, die beim Krimilesen als Nervenberuhigung gelegentlich zur Schokolade greifen, brauchen keine Angst zu haben; ganz selten wird Schokolade in diesen Geschichten als Mordwerkzeug eingesetzt!

Die Krimiautorinnen Brigitte Glaser und Ina Coelen, die beide ein spezielles Faible für Schokolade haben, verführten einige der bekanntesten deutschsprachigen Krimiautorinnen und
-autoren dazu, Verbrechen und Schokolade in ihren Kurzkrimis zu  kombinieren und mörderisch gute Rezepte beizusteuern.

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Autorennamen in alphabetischer Reihenfolge:

 

Jochen Brockmann, Ina Coelen, Christiane Dieckerhoff, Jürgen Ehlers, Brigitte Glaser, Carsten Sebastian Henn, Thomas Kastura, Gabriele Keiser, Stefanie Koch, Arnold Küsters, Ulla Lessmann, Judith Merchant, Petra Reategui, Michael Rossié, Ulrike Rudolph, Regina Schleheck, Martina K. Schneiders, Gesine Schulz, Klaus Stickelbroeck, Barbara Wendelken, Jutta Wilbertz

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Leseprobe aus "Der Tod schmeckt süß" von Jochen Brockmann

 

Ich flunkere Klaus-Dieter vor, einen Krimi schreiben zu wollen und für einen Mord zu recherchieren. Daraufhin
hält er mir einen halbstündigen Vortrag, wer von den Genossen der SPD - er nennt sie nur ‚Rote Socken‘ - sich besonders gut als Leiche eignen würde. Ich bin zwar kein Parteimitglied und halte mich öffentlich auch mit politischen Äußerungen eher zurück, aber ich habe schon immer mit der SPD geliebäugelt. Insgeheim bin ich überzeugter SPD Wähler, was Klaus-Dieter niemals erfahren darf. Das würde das Ende unserer Freundschaft bedeuten. Bei so etwas versteht er keinen Spaß.

 

„Eine wichtige Frage hast du vergessen.“ Klaus-Dieter hebt ermahnend den Zeigefinger. Wir sitzen in unserer Stammkneipe ganz hinten am letzten Tisch, wo wir ungestört Pläne schmieden können, ohne dass jemand große Ohren bekommt. „Wen willst du in deinem Krimi umbringen?“

Für mich stellt sich diese Frage verständlicherweise nicht, was Klaus-Dieter aber nicht wissen kann.

„Wer ermordet wird, steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass es eine Frau sein wird.“

Mhmm … das ist eine gute Wahl. In welcher Partei ist sie?“

„In keiner Partei sie ist einfach nur eine Frau.“

„Schade“, schmollt KDG und schaut enttäuscht auf sein leeres Glas. Aber so schnell gibt er nicht auf. „Wirklich schade. Ich kenne da ein paar rote Socken, die …“

„Klaus-Dieter, das wird kein politischer Roman. Überleg doch mal!“, fordere ich ihn auf. „Wenn ich jemanden von der SPD umbringe, dann sind die Genossen sauer und keiner von denen kauft mein Buch. Ist die Ermordete Mitglied deiner Partei, dann werdet ihr mein Buch boykottieren.“

„Da hast du recht. Wenn du jemanden von der CDU umbringen lässt, kaufe ich dein Buch nicht.“ Wenn es um die Partei geht, macht Klaus-Dieter keine Kompromisse. Plötzlich beugt er sich vor und flüstert verschwörerisch: „Andererseits, wenn du den Arthur Hübner, diesen elenden roten Kotzbrocken, über die Klinge springen lässt, werde ich sogar zwei Exemplare …“

„Nun hör doch endlich damit auf. Meine Tote ist in keiner Partei. Ich bin der Schriftsteller und ich entscheide, wen ich umbringen werde.“ Ärgerlich bestelle ich noch zwei Bier.

Mein Freund schmollt so lange, bis das frisch gezapfte Pils vor ihm steht. Wir posten uns zu und alles ist wieder gut.

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