Krimis

lübeck

Brockmann

Inhalt meiner Geschichte

Klappentext

Autoren

Leseprobe

Alte Liebe  von Jochen Brockmann

 

Markus Berger, 40 Jahre alt, arbeitsloser Akademiker und Ex-Alkoholiker, glaubt an einen Irrtum, als man ihm eröffnet, Alleinerbe eines großen Vermögens zu sein.

Niemand aus seinem Umfeld war so wohlhabend und ganz sicher stünde er nicht als Erbe in einem Testament. Seine Eltern sind seit Jahren tot und waren finanziell nicht gerade gut gestellt gewesen.

Doch der Besuch beim Anwalt bringt Gewissheit: Markus erbt eine Villa und dazu ein großes Vermögen. Als er erfährt, wem er seinen Reichtum verdankt, kann er es nicht glauben.

Mit seinem Freund Daniel erkundet er die Villa in Rheinberg. Dabei kommt ihm der starke Verdacht, dass er von dem Haus ferngehalten werden soll. Im Keller stoßen sie auf ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht und von dem gewisse Leute nicht wollen, dass es bekannt wird. Als Markus erkennt, in welcher Gefahr er sich befindet, ist es fast schon zu spät.

Welche Rolle spielt der undurchsichtige Anwalt in der Sache und ist Daniel wirklich der Freund, für den ihn Markus hält?

Zurück zur Auswahl

Einige hochkarätige deutschsprachige AutorInnen, die sich am Niederrhein auskennen, haben außer der Liebe zum Krimi auch den Hang zum Süßen gemeinsam.

In dieser Krimi-Sammlung verraten Sie nicht nur Ihre Lieblingsdesserts, sondern liefern natürlich eine entsprechende Kriminalgeschichte dazu.

So unterschiedlich wie die Süßspeisen sind auch die Storys - von abgebrüht bis weich gekocht oder einfach eiskalt.

Die Tatorte liegen alle am Niederrhein - von Emmerich bis Duisburg, über Geldern, Krefeld
und Moers.

18 Mordgeschichten und mörderisch gute Rezepte.

Zurück zur Auswahl

Autorennamen in alphabetischer Reihenfolge:

 

Hildegunde Artmeier, Mischa Bach, Jochen Brockmann, Ina Coelen, Gitta Edelmann, Jürgen Ehlers, Dorle Gelbhaar, Brigitte Glaser, H. P. Karr, Gabriele Keiser, Ulla Lessmann, Ulrike Renk, Michael Rossié, Martina Schneiders, Zora Schreiber, Gesine Schulz, Klaus Stickelbroeck, Jepe Wörz

Zurück zur Auswahl

Leseprobe aus "Alte Liebe" von Jochen Brockmann

 

Der alte Mann ging langsam, mit schleppenden Schritten, über den Rasen auf das angrenzende Anwesen zu. Er trug eine Leiter, deren Gewicht ihm sichtlich zu schaffen machte. Obschon die Dunkelheit wie ein schwarzes Tuch vor seinen Augen hing, kannte er den Weg. Sein Ziel war die mächtige Eiche seines Nachbarn, deren starke Äste ungeachtet der Grundstücksgrenzen im Laufe der vielen Jahre zu ihm herübergewachsen waren.

Die Leiter hatte er schon am frühen Nachmittag auf ihre volle Länge ausgezogen. Stück für Stück hob sie nun an, bis ihr oberes Ende gegen den dicken Ast der Eiche lehnte. Nur ein leises Knarren war zu hören, als er langsam Sprosse für Sprosse nach oben stieg.

Aus seiner Tasche zog er einen Strick, den er mehrfach um den Ast schlang und mit einem Knoten festzog. Am anderen Ende des Seils hatte er eine Schlinge geknüpft, die er sich nun um den Hals legte und zuzog, bis er den dicken Knoten an seinem Hinterkopf fühlte.

Mit beiden Händen umfasste er den Ast und stieß sich von der Leiter ab. In drei Meter Höhe hing er nun über dem Rasen. Er wusste, dass es kein Zurück mehr gab. Er war zu schwach, um die Leiter wieder zu erreichen oder die Schlinge zu lösen. Langsam verließen ihn die Kräfte, dann fiel in die Dunkelheit.

 

***

Der Brief steckte in einem schlichten weißen Umschlag. Der Absender war ein Rechtsanwalt und Notar Dr. Jürgen Hellmann aus Rheinberg.

Markus dachte zuerst an einen Mahnbescheid. Mit so was kannte er sich aus. Doch in diesem Brief ging es nicht um unbezahlte Rechnungen. Man bat ihn höflich, sich in einer dringenden Angelegenheit mit dem Unterzeichner in Verbindung zu setzen.

Die junge Dame am Telefon war überaus freundlich und zuvorkommend. Sein Name reichte aus, um sofort mit Dr. Hellmann verbunden zu werden.

„Hellmann. Guten Tag Herr Berger. Danke, dass Sie sich so schnell melden“, hörte er eine tiefe, seriöse Stimme.

„Ich weiß eigentlich gar nicht, um was es geht. Hier steht nur, ich soll einen persönlichen Termin mit Ihnen vereinbaren.“

„Das ist richtig, Herr Berger. Doch bevor wir einen Termin machen, muss ich mich davon überzeugen, dass sie auch der richtige Markus Berger sind. Der Name ist nicht gerade selten hier am Niederrhein.“

„Ich bin bestimmt nicht der, den Sie suchen.“ Markus schüttelte den Kopf.

„Das werden wir gleich wissen. Sie heißen Markus Berger, geboren am 15. März 1968 in Krefeld. Sohn von Wilhelm Berger und seiner Frau Hedwig, geborene Weiß. Beide verstorben. Stimmt das so weit?“

Markus bestätigte dies. Er hörte, wie der Anwalt in seinen Unterlagen blätterte.

„Sehr gut, dann bitte ich Sie, übermorgen, am Donnerstag, um elf Uhr hier in der Kanzlei zu erscheinen. Bringen Sie Ihren Personalausweis und ihre Geburtsurkunde mit.“

„Um was geht's denn eigentlich?“

„Nun, die Details erfahren Sie hier. Nur soviel vorab, es geht um eine Erbschaftsangelegenheit. Wir sehen uns also am Donnerstag. Sie haben ja die Adresse.“

Dann war die Leitung tot.

Zurück zur Auswahl