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Marlows Vermächtnis  von Jochen Brockmann

 

Karl-Heinz Kowalski, Privatschnüffler, immer pleite, nur selten Klienten, sitzt tief in der Scheiße. Eine Frau wurde mit seinem Messer erstochen, und nur seine Fingerabdrücke befanden sich auf der Tatwaffe.

Für den plattfüßigen Kommissar Rudi Zwetschke, der Kowalski schon lange etwas anhängen will, Grund genug, den Schnüffler mal so richtig in die Mangel zu nehmen. Wäre da nicht Lies Wagner, Hauptkommissarin und Kowalskis Schulfreundin, würde es wohl schlecht aussehen für ihn.

Alles begann mit einem telefonischen Auftrag und fünftausend Euro. Begleiten Sie den Privatdetektiv und Humphrey Bogart Fan auf seinen Weg in den Schlamassel.

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Autorennamen in alphabetischer Reihenfolge:

 

Vorwort von Ina Coelen

Jochen Brockmann, Robert Herbig, Rudi Jagusch

 

 

Leider sind nicht mehr alle Autoren zu ermitteln.

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Leseprobe aus "Marlows vermächtnis" von Jochen Brockmann

 

Ich sah auf seine plattfüßigen Quadratlatschen und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Es gab keinen in der Stadt, der solche Treter hatte wie Rudi Zwetschke.

„Kowalski, du steckst ganz tief in der Scheiße. Dir wird das Grinsen noch vergehen, mein Freund.“ Zwei Hände, so groß wie Baggerschaufeln, fielen auf meine Schultern.

Von Freund konnte keine Rede sein. Es sei denn, man zählt Kakerlaken zu seinen Freunden. Zwetschke war ein Ungeziefer schlimmster Sorte. Immer wieder versuchte er, mir was anzuhängen. Rudi Zwetschke, Kommissar und Arschgesicht, packte mich mit seinen Pranken am Revers meiner Jacke und zog mich hoch.

Reflexartig trat ich ihm gegen das Schienbein. Er jaulte wie ein räudiger Straßenköter.

„Ich bring dich in den Knast, Kowalski, du verdammter Hurensohn.“ Zwetschke sprang auf einem Bein durchs Zimmer. „Dafür kriegst du lebenslänglich.“ Vergnügt beobachtete ich seine Tanzeinlage und setzte mich wieder.

„Nimmst du dich da nicht ein bisschen zu wichtig, Zwetschke? Lebenslänglich für einen Tritt gegen deine Knochen?“

„Dir wird das Lachen noch vergehen, Kowalski. Dieses Mal habe ich dich am Arsch.“ Er rieb über die schmerzende Stelle.

„Du hast die Frau gekillt, Kowalski, und dafür gibt's jede Menge Beweise.« Seine Stimme wurde leiser. „Wollte sie dich nicht ranlassen oder hast du anders keinen hochgekriegt?“

„Lag wohl daran, dass ich mich bei deiner Alten schon verausgabt hatte.“

Zwetschke verzog das Gesicht. „Ich mach dich alle.“ mit einem Satz stand er neben mir und zerrte mich wieder meinem Stuhl. Der Kerl hatte Bärenkräfte und wäre in diesem Augenblick nicht die Tür aufgegangen, dann hätte er mir das Genick gebrochen.

„Zwetschke, lass sofort den Mann los!“

„Wenn du mich fragst, dann sollten wir kurzen Prozess mit ihm machen.“ Knurrend gab er mir einen Stoß, der mich durchs Zimmer torkeln ließ.

„Es fragt dich aber keiner. Kümmer dich um den Obduktionsbericht und lass mich mit Kowalski allein!“

„Der Kerl ist ein Mörder, die Beweise sind eindeutig, seine Fingerabdrücke sind auf dem Messer“, schrie Zwetschke, „daran wird auch der Obduktionsbericht nichts ändern.“

„Das soll der Richter entscheiden und jetzt raus aus meinem Büro!“

Zwetschke warf mir einen drohenden Blick zu. „Ich bring dich in den Knast und wenn es das Letzte ist, was ich tue. Da kannste dann mit deinen Bogart-Bildern die Zellenwände schmücken.“ Wütend knallte die Tür hinter sich zu.

„Danke, Lies. Der Kerl hätte mich beinahe umgebracht.“

„Setz dich hin, Kowalski, und nenn mich nicht Lies.“ Hauptkommissarin Lieselotte Wagner zeigte auf den Stuhl vor Ihrem Schreibtisch. Wir kannten uns schon seit der Kindheit, hatten zusammen im Sandkasten gespielt und waren auf dieselbe Schule gegangen.

„Du hast ein verdammtes Problem, alter Freund“, fing sie an.

„Lies, du glaubst doch nicht, dass ich diese Frau erstochen habe?“

„Kalle, ich kenne dich schon mein ganzes Leben, aber jetzt geht es nicht darum, was ich glaube. Die Beweise sagen was Anderes, und wenn ich dir helfen soll, dann erzähl mir alles.“

Ich wusste, dass ich in der Tinte saß und wenn mir jemand helfen konnte, dann Lies.

Ich nickte. „Es begann heute Morgen mit einem Anruf …“

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