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Klappentext

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Leseprobe

Das alte gasthaus  von Jochen Brockmann

 

Lassen Sie sich in eine Welt entführen, in der nichts so ist, wie es scheint.

Das Gasthaus liegt fern der Hauptstraße und macht auf Max, der von der langen Autofahrt müde ein Zimmer sucht, einen verlassenen Eindruck.

Als er Lisa, die Tochter des Wirts kennenlernt, beginnt ein erotisches Abenteuer, das ihn am nächsten Morgen an seinem Verstand zweifeln lässt.

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... das Herz schlägt viel zu schnell und die Hände sind feucht. Wo kommt das Geräusch her? Wo die Schritte?

Man wünscht sich einen großen, gefährlichen Hund an die Seite und bleibt noch einen Augenblick im hellen Licht der Straßenlaterne stehen, bevor man sich in die Düsternis jenseits davon wagt ...

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Autorennamen in alphabetischer Reihenfolge:

 

Timo Bader, Philipp Bobrowski, Jürgen Brandner, Jochen Brockmann, Manuela P. Forst, Birgit Käker, Marion C. Mainka, Jörg Olbrich, Gerti Platzer, Dorothea Rake, Maike Schneider, Martin Skerhut, Bernhard Weißbecker

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Leseprobe aus "Das alte gasthaus" von Jochen Brockmann

 

 

Aus den Augenwinkeln sah ich ein Schild, auf dem »Übernachtung« stand. Kurz entschlossen bog ich ab und hielt bald darauf vor einem Gasthof. Besser ein paar Stunden schlafen und am Morgen früh losfahren, dann würde ich immer noch rechtzeitig ankommen, dachte ich mir. Vom Parkplatz aus führten ein paar Stufen hinauf zum Haus. Gott sei Dank hatte ich mich entschlossen anzuhalten, denn der Regen war mittlerweile noch stärker geworden. Der Parkplatz war leer, nichts wies auf weitere Gäste hin.

„Seltsam“, murmelte ich und öffnete die Eingangstür. Ich fand mich in einem kleinen Flur wieder, in dem es nach Moder und feuchten Kleidern roch, als wäre seit Jahr und Tag nicht gelüftet worden. Was für ein Mief. Ich fühlte mich unwohl und dachte einen Moment lang daran, doch weiterzufahren. Aber die Vorstellung, vielleicht im Auto schlafen zu müssen, weil ich zum Fahren zu müde wäre, zerstreute meine Bedenken. Durch eine weitere Tür betrat ich die Gaststube. Niemand war zu sehen.

„Hallo?“

Ich bekam keine Antwort. Verunsichert musterte ich das Lokal. Neben der Theke stand ein alter, großer Tisch. Auf einem vergilbten Wimpel stand “tammtisch“. Das »S« war wohl im Laufe der Jahre verblichen. Das Ganze machte einen heruntergekommenen und verlassenen Eindruck. Mach, dass du hier rauskommst, dachte ich und wollte gerade gehen, als hinter mir eine Stimme erklang.

„Guten Abend!“

Erschrocken fuhr ich herum und sah einen Mann hinter der Theke stehen. Er mochte so um die sechzig sein und lächelte mich freundlich an. Wo war er so plötzlich hergekommen? Ich hatte gar keine Schritte gehört.

„Hallo“, grüßte ich. „Kann ich bei Ihnen ein Zimmer bekommen?“

Sein Lächeln wurde breiter. „Das lässt sich machen, aber große Ansprüche dürfen sie nicht stellen.“

„Kein Problem, alles ist besser, als bei dem Sauwetter im Auto zu übernachten.“

„Das kann ich ihnen allerdings versprechen“, lachte er und nahm einen Schlüssel aus einem kleinen Wandschrank.

„Zwanzig Euro mit Frühstück, ist das in Ordnung?“

„Kein Problem“, wiederholte ich.

„Sie wohnen im ersten Stock. Dort hindurch“, er wies auf eine Tür, über der ein Hirschgeweih prangte, „die Treppe hoch und dann dem Gang nach. Es ist die dritte Tür links. Das Bad ist auf dem Flur gegenüber.“

„Dann hole ich mal schnell mein Gepäck aus dem Auto. Bin gleich zurück!“

„Nur keine Hetze!“, rief er mir nach.

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