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Tödliche Weihnachten  von Jochen Brockmann

 

Dr. Jörg Wagner, Vorstandsvorsitzender der Wortmann-Werke AG hat einiges zu verbergen. Dumm nur, dass seine Geliebte davon weiß und ihn damit erpresst, alles seiner Frau zu erzählen. Sonja Wagner, Mehrheitsaktionärin der Wagner AG würde keine Sekunde zögern, ihren untreuen Gatten vor die Tür zu setzen.

Ehefrau oder Geliebte? Eine von beiden ist zu viel. In Wagner reift ein mörderischer Plan. Er ist sich sicher, das perfekt Verbrechen zu begehen.

Lisa Piel, Mitarbeiterin der Wagner-Werke AG, wird zu einem unverzichtbaren Teil in Wagners Mordplan. Doch welche Rolle spielt Simone, Lisas Mitarbeiterin, in der Geschichte? Ist sie die, die sie zu sein vorgibt? Während der Weihnachtsfeier der Wortmann-Werke AG trifft Lisa auf ihren früheren Freund Sascha Dietz und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse.

Kommissarin Bornstein hat alle Hände voll zu tun, bis sie weiß, wem sie trauen kann und wem nicht.

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24 hochkarätige deutschsprachige Krimiautoren lassen die beschauliche Adventszeit in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Weihnachten als Fest der Diebe, Gauner und anderer Schurken. Ab jetzt werden sie die Idylle auf dem Weihnachtsmarkt oder das Shoppen zum Fest in einem vorweihnachtlichen Kaufhaus mit ganz anderen Augen sehen und erschaudern, wenn ihnen ein Weihnachtsengel begegnet.

Lassen Sie sich in der kalten Jahreszeit heiße Schauer über den Rücken laufen.

Gänsehaut war gestern.

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Autorennamen in alphabetischer Reihenfolge:

 

Jochen Brockmann, Ina Coelen, Christiane Dieckerhoff, Anja Feldhorst, Brigitte Glaser, Carsten Sebastian Henn, Karr & Wehner, Gabriele Keiser, Susanne Kliem, Marie-Theres Kotte, Arnold Küsters, Ulla Lessmann, Susanne Mischke, Gabi Neumayer, Nadine Preibisch, Ulrike Rudolph, Niklaus Schmid, Ingrid Schmitz, Martina K. Schneiders, Zora Schreiber, Gesine Schulz, Jutta Wilbertz, Jepe Wörz

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Leseprobe aus "Tödliche Weihnachten" von Jochen Brockmann

 

Dr. Jörg Wagner, Vorsitzender des Vorstandes der Wortmann-Werke AG, lag ausgestreckt auf dem Bett. Sein Brustkorb hob sich im schnellen Rhythmus seiner Atemzüge. Die junge Frau neben ihm legte eine Hand auf seinen Bauch. Sie lag auf der Seite. Ihre roten Haare fielen sanft über ihre Schulter und berührten seine Haut. Sie beugte sich vor und küsste ihn, als sein Handy klingelte.

„Musst du rangehen?“, schmollte sie.

„Dauert nicht lange. Lässt du mich einen Augenblick allein?“ Es war keine Frage, sondern eine höfliche Forderung.

„Ich muss sowieso mal aufs Klo“, antwortete die Frau und verschwand im Badezimmer.

„Hier Wagner, warum hat das denn so lange gedauert?“, bellte er in den Hörer. Doch je länger er zuhörte, umso mehr erhellte sich sein Gesicht.

„Fantastisch Marquardt. Sind Sie sicher, dass die Banken das schlucken?“ Sein Gesprächspartner erwiderte etwas.

„Die Unterlagen habe ich hier. Bleiben Sie einen Moment in der Leitung.“ Er stand auf, holte seinen Aktenkoffer und legte ihn auf das Bett. Bevor er ihn öffnete, warf er einen Blick hinüber zur Badezimmertür. Sie war geschlossen. Er nahm einen Aktenordner heraus und blätterte darin, bis er fand, was er suchte.

 

 

Im Badezimmer kauerte die junge Frau auf dem Boden. Ihr rechtes Ohr drückte sie dicht an die unteren Luftschlitze in der Tür. Mit der linken Hand hielt sie ein digitales Aufnahmegerät an die offenen Plastiklamellen. Sie machte das nicht zum ersten Mal. Wenig später versteckte sie das kleine Gerät wieder zwischen ihrer Schmutzwäsche und betätigte die Toilettenspülung. Als sie aus dem Badezimmer trat, stand Wagner auf und ging ihr entgegen.

„Ich muss noch mal ins Büro. Will nur schnell unter die Dusche.“ Er küsste sie flüchtig und verschwand im Bad.

Sobald sie das Wasserrauschen hörte, holte sie seinen Aktenkoffer und nahm den Ordner heraus. Sie schaltete das Deckenlicht ein und fotografierte die Unterlagen mit ihrem Handy. Der Koffer stand längst wieder an seinem Platz, als Wagner aus dem Badezimmer kam und sich anzog.

„Seh ich dich am Montag? Dann ist Nikolaus und ich habe eine Überraschung für dich.“ Sie schmiegte sich an ihn.

„Wie könnte ich da widerstehen!“, sein Grinsen machte deutlich, was er sich unter einer Überraschung vorstellte. Er küsste sie flüchtig und verließ die Wohnung.

Die junge Frau wühlte das Aufnahmegerät aus dem Wäschekorb und legte sich aufs Bett. Die Stimme drang nur leise aus dem winzigen Lautsprecher, dennoch war jedes Wort zu verstehen. Zusammen mit den Fotos auf ihrem Handy würde diese Aufnahme Herrn Dr. Wagner sehr viel Geld kosten. An den kommenden Nikolaustag würde er sich ewig erinnern.

„Das ist besser als Sex.“ Sie lachte und fügte in Erinnerung an die letzte Stunde hinzu, „... und befriedigender.“

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